Was wird gelehrt

Der Unterricht basiert auf erfahrungsorientiertem Lernen. Es gibt eine über alle Lehreinheiten hinweg führende thematische Struktur mit steigender Komplexität.

Studierende lernen ihre KlientInnen mehr Körperbewusstsein zu vermitteln. Sie wecken die Freude, den Körper zu spüren und leiten die KlientInnen an, ihren Körper auf verschiedene Arten wahrzunehmen. Sie lernen, wie sie mit Berührung und verbaler Anweisung die Aufmerksamkeit des/der Klienten/in auf deren Körper zu richten. So entwickeln die Studierenden mit ihren KlientInnen die Basis der Körperentspannung und die Fähigkeit Muskelverspannungen zu kontrollieren und zu vermindern, um so Automatismen die im Körper festgehalten werden, zu beenden. Die Studierenden lernen KlientInnen durch einen Lernprozess zu führen. Ergebnisse eines solchen Prozesses können sein: weniger Verspannung und Druck, weniger Beschwerden und mehr Energie.

In weiterer Folge wird der Lernprozesses auf höherem Niveau unterrichtet: automatische Muster auf verschiedenen Ebenen zu erkennen und sie zu beenden. Hier geht es um Verhaltensweisen, die sich im Leben von KlientInnen wiederholen. Ziel ist es, diese Verhaltensweisen zu erkennen und zu lernen sie zu kontrollieren und zu stoppen. Dafür ist ein hohes Maß an Aufmerksamkeit nötig. Die Studierenden lernen ihre KlientInnen anzuleiten und deren Aufmerksamkeit nicht nur auf einen speziellen Bereich im Körper, sondern auf verschiedene Ebenen ihrer Wahrnehmung zu lenken.

Muster werden auf verschiedenen Ebenen wahrgenommen und beschrieben: wie handelt die Person, welche Gedanken gehören dazu, wie fühlt sie sich und wie nimmt sie sich körperlich wahr? In der Grinberg Methode® wird solch eine komplexe Gestalt „Persona“ genannt.

 

Die StudentInnen lernen, Alltagssituationen und Persona genau zu beschreiben, um dann ihren KlientInnen systematisch alle Facetten dieser Persona beizubringen, so dass sie in die Lage versetzt werden, das Verhalten in der jeweiligen Situation auswählen zu können, statt es automatisch zu wiederholen. Für die notwendige gedankliche Klarheit in der Arbeit mit Persona-Beschreibungen lernen die StudentInnen, Gedanken zu strukturieren indem zwischen größeren Zusammenhängen und deren Inhalt unterschieden wird.

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